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Merle von der Entenburg
aka „Dora“
DOB 07. Nov. 97
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So,
als wäre es gestern, kann ich mich noch daran erinnern, als wir
Dora, unsere kleine Jack Russel Terrier Hündin zu uns holten, wobei „zu
uns“ in diesem Falle gar nicht ganz richtig ist, denn Dora ist „eigentlich“ Dieters
Hund; wir waren damals nämlich „nur befreundet“. Schon
nach kurzer Zeit stellte sich allerdings heraus, dass Dieter nur dann für
Dora interessant ist, wenn ich mal nicht da bin – Schicksal.
Es
war der 1. Februar 1998, draußen lag Schnee, als wir Dora von
ihrer Züchterin in der Nähe von Hoya abholten – sie war
eigentlich kaum mehr als eine Hand voll Hund und hatte ein enormes Schlafbedürfnis.
Dazu muss man wissen, dass es bei ihrer Züchterin alles andere als
ruhig zugegangen war – dort gab es ein gutes Dutzend anderer erwachsener
Hunde verschiedenen Alters und verschiedener Couleur sprich Rasse, diverse
Kinder, Hühner und auch noch ein Schwein (ich glaube, dieses Schwein
wollte als wir abfuhren mit, denn ich konnte gerade noch die Tür schließen!).
Klein Dora hatte bei ihrer Züchterin gelernt, auf Handtücher
zu pinkeln, denn für die kleinen Welpen war es ja draußen „viel
zu kalt“. Das hatte natürlich zur Folge, dass, sobald Dora etwas
Weiches unter ihrem Hintern fühlte, dieser Gegenstand (meist ein
Teppich) als Toilette benutzt wurde; es hat Ewigkeiten gedauert, Dora
stubenrein
zu kriegen!
Mein
Bobo fand Dora einfach nur wunderbar; sie konnte sich sämtliche
Frechheiten bei ihm erlauben, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen.
Gern benutzte sie ihn auch als Wärmequelle und kuschelte sich an ihn – der
Arme war zwar auch furchtbar müde, konnte seinen Kopf aber nicht ablegen,
weil Dora ja zwischen seinen Vorderbeinen lag. Ein Bild für die Götter.
So
klein Dora auch sein mag, aber eines ist sie ganz gewiss, ein ganzer
Hund – sozusagen ein Mini-Zwergwolf und ein Jagdhund noch dazu, Mäuse
haben nicht einmal mehr Gelegenheit, Piep zu sagen, bevor sie ihr Leben
aushauchen.
Als
Dieter und ich in Ostermunzel zusammen zogen, waren wir der irrigen Ansicht,
dass der
Gartenzaun wohl ziemlich hundesicher sei – nun,
für „normale“ Hunde vielleicht, aber nicht für kleine
Jack Russels, die sich auch durch den Zaun beißen oder darunter durch
buddeln. Übrigens verdanken wir es dieser Eigenschaft, dass Doras
Reißzähne mittlerweile nicht mehr länger sind als die übrigen
Zähne und wir schon teures Geld für zahnärztliche Füllungen
ausgeben mussten. Nun ja, wenigstens kannten sämtliche Leute des Dorfes
in relativ kurzer Zeit zwar schon Dora, aber nicht uns – damit
mussten wir erst einmal fertig werden.
Dora
liebt nichts mehr als Ballspiele, insbesondere Fußballspielen
mit Kindern und sie ist darin wirklich sehr, sehr gut. Erziehung bei Dora
bedeutete, einen Haufen Überzeugungsarbeit zu leisten, aber mittlerweile
haben wir es doch ganz gut im Griff, man muss nur aufpassen, dass es ihr
eben nicht langweilig wird, dann geht sie lieber auf Erkundungstour – sicher
sind doch irgendwo Kinder, die mit mir spielen wollen?! Wenn Zach dabei
ist, sind ihr diese Extratouren nicht vergönnt, er lässt sie
nicht, was sie allerdings extrem sch… findet.
Übrigens, Dora ist abends immer die Erste, die im Bett liegt und morgens
die Letzte und bei schlechtem Wetter muss sie eigentlich gar nicht!







